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Investigativ-Report AfD, Teil V
Eine Frage der Macht

Ab Frühjahr 2020 bestimmt Corona den Alltag und die politische Debatte. Die AfD verliert deutlich an Kontur. Doch innerparteilich gehen die Zerfleischungskämpfe weiter. Bei den einst jungen Kadern setzt angesichts des Zustands der Partei Ernüchterung ein.
von Jan Rübel vom 08.07.2021
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 (Foto: pa/Maurer [Mod.])
(Foto: pa/Maurer [Mod.])

Der Ausbruch von Covid-19 ab Frühling 2020 erwischt die AfD kalt, denn für eine Oppositionspartei ist schwer zu punkten, wenn die Stunde der Exekutive schlägt, es herrscht Pandemiemanagement. Und das Vertrauen in die Kanzlerin auf Abruf, die unter AfD-Anhängern nicht gerade wohlgelitten ist, wächst in der Bevölkerung. Im Sommer meldet sich Hagen Weiß per Skype aus Mexiko. Vor sechs Monaten sei er in die CDU eingetreten, sagt er, »auch, um mit mir im Reinen zu sein«. Seit vier Jahren nun lebt er in Lateinamerika, »die von Deutschland propagierte Willkommenskultur wird hier gelebt«. Manchmal spaße er mit seiner Frau über seine Zeit bei JA und AfD. »Meine Jugendsünden. Ich bereue es. Ein bisschen.« Seine damaligen Alpträume hätten sich erfüllt.

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