»Hassreden im Internet widersprechen«
von
Teresa Schneider
vom 22.04.2012
Teile des Netzes sind wie ein virtueller Stammtisch, sagt der Medienethiker Rüdiger Funiok: Auch dort werden oft Hetztiraden formuliert, Menschen angegriffen und ausgegrenzt (Foto: Danilo Palomba/Fotolia)
Herr Funiok, in Emden wurde ein elfjähriges Mädchen in einem Parkhaus sexuell missbraucht und getötet. Nur wenige Stunden nachdem die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen hatte, kursierten auf Facebook Name und Adresse des Jugendlichen. Im Internet tobte ein aufgebrachter Mob, der forderte, das »Monster« zu »erschießen«. Befeuern die sozialen Medien die Bereitschaft, andere vorschnell an den Pranger zu stellen?
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Rüdiger Funiok, Jahrgang 1942, ist Jesuit und emeritierter Professor für Kommunikationswissenschaft und Erwachsenenpädagogik. Er ist Mitgründer und Sprecher des »Netzwerkes Medienethik«.

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