Hilfe für Nikita
Das Schicksal des Jungen Nikita bewegt die Welt. Nun wurde über ihn ein Film gedreht. Er berichtet von seinen Heilungserfolgen und Nikitas Freude darüber, dass der Tumor besiegt scheint. Doch die Behandlung in der Medizinischen Hochschule in Hannover ist noch nicht abgeschlossen. Für die weitere Strahlentherapie muss die Familie 20 000 Euro aufbringen. Rund 100 000 Euro sind bislang gespendet worden, 10 000 allein von Publik-Forum-Lesern, erklärt der deutsche Journalist Bernhard Clasen. Er hatte Nikitas Schicksal in Deutschland bekannt gemacht und zu Spenden aufgerufen.
Berichte in Publik-Forum
Clasens Berichte in Publik-Forum über Nikita und dessen Heimat haben Peter Wingert zu dem Film angeregt. Der Junge lebt mit seiner Familie in Angarsk am Baikalsee in Russland. Dort befindet sich ein großes Atommülllager, ein Teil des gefährlichen Materials stammt aus Deutschland. Von 1996 bis 2009 hat es die Firma Urenco, die im nordrheinwestfälischen Gronau eine Urananreichungsanlage betreibt, dorthin transportiert. Die Krebsrate in Angarsk ist doppelt so hoch wie im rund 50 Kilometer entfernten Irkutsk. Bewiesen ist ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Atommüll aber nicht.
Wingert drehte den Film ehrenamtlich. Der Fernsehjournalist will damit zum einen erneut auf das Schicksal des Jungen aufmerksam machen und zur Hilfe anregen. Zum anderen informiert der Film über die gefährliche Situation in Angarsk.
