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Indiens gefährliche Liebschaft

Der Subkontinent steigt zur Weltmacht auf. Mit dem Siegeszug der BJP von Premier Narendra Modi bestimmt eine brisante Allianz aus Neoliberalismus und Hindunationalismus das Land – mit kräftiger Unterstützung westlicher Firmen
von Dominik Müller vom 06.07.2019
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Geld und Macht: Indiens Finanzmetropole Mumbai (Foto: Reuters/Mascarenhas)
Geld und Macht: Indiens Finanzmetropole Mumbai (Foto: Reuters/Mascarenhas)

Bernhard Steinrücke sitzt in seinem Büro im Maker Tower E, einem Hochhaus der Skyline im Süden der Wirtschaftsmetropole Mumbai. Der Jurist ist Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Indischen Handelskammer. »Als ich vor 26 Jahren erstmals im nicht weit entfernten Pune war, hatte Pune eine Million Einwohner«, erzählt Steinrücke. »Und wenn Sie einen Deutschen getroffen haben, war das ein Sanyassin. Heute hat Pune sechs Millionen Einwohner und wenn Sie einen Deutschen treffen, arbeitet er bei Mercedes oder Volkswagen.« Steinrücke, der mit einer Inderin verheiratet ist, leitet die größte Auslandshandelskammer der Bundesrepublik. Er vertritt 1800 deutsche Unternehmen. Den Wandel des Subkontinents mit 1,3 Milliarden Bewohnern hat er begeistert mitverfolgt. Vor allem Narendra Modi, dem Premierminister der Indischen Volkspartei BJP, schreibt er dabei eine wichtige Rolle zu. Er habe »mit seiner sehr anpackenden Art und beeindruckenden Fähigkeit des Marketings Indien völlig anders positioniert«.

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