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Lobbyist gegen Rassismus

Tahir Della kämpft für die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland. Er ist überzeugt: Um Diskriminierungen zu überwinden, muss die Kolonialgeschichte aufgearbeitet werden
von Ulrike Scheffer vom 04.07.2020
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Tahir Della (Foto: Scheffer)
Tahir Della (Foto: Scheffer)

Das May-Ayim-Ufer an der Spree in Berlin-Kreuzberg ist ein ganz besonderer Ort für Tahir Della. Hier haben Schwarze Deutsche* wie er einen symbolträchtigen Sieg errungen. Einen Sieg über den Kolonialismus. Die Gedenktafel, auf der erläutert wird, warum das Ufer umbenannt wurde, ist allerdings jüngst mit grüner Farbe beschmiert worden. »Das passiert immer wieder«, sagt Della. Der groß gewachsene Mann mit markanter Vollglatze engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD). Seit 2019 arbeitet er in Berlin als Promotor für Dekolonisierung und Antirassismus. Konkret bedeutet das: Della unterstützt lokale Gruppen, die sich mit Rassismus und Kolonialismus beschäftigen, und er wirbt für eine politische Auseinandersetzung mit diesen Themen. Finanziert wird seine Stelle vom Land Berlin und dem Bundesentwicklungsministerium.

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