Nichts ist gut in Haiti
Wir haben uns entschlossen, gemeinsam mit anderen per Bus vor dernächsten Gewaltwelle in Haiti zu flüchten. Auf einen Flug wollen und können wir nicht mehr warten. Für den Weg von etwa 300 Kilometern braucht unser Fahrer viele, viele Stunden. Eine Kontrolle jagt die nächste; oft werden unsere Pässe für mehr als eine Stunde einbehalten. Wir fürchten manchmal, sie nicht zurück zu bekommen. Und doch, es geht immer weiter, immer weiter. Dann sind wir endlich am Ziel: In einer kleinen Unterkunft in der Nähe von Santo Domingo.
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Dr. Thomas Seiterich ist Redakteur von Publik-Forum. Vom 4. bis 12. Dezember 2010 bereiste er Haiti und führte ein politisches Reisetagebuch, das Sie auf www.publik-forum.de zurückverfolgen können. Heute erreichte er zusammen mit seiner Frau, die ihn nach Haiti begleitete, die rettende Dominikanische Republik.
