Prag und der Geist von 68
von
Axel Noack
vom 10.08.2018
Am Morgen des 22. August 1968: Eine Menschenmenge umringt am ersten Tag der Besetzung in der Prager Innenstadt einen russischen Panzer. Der Einmarsch von Truppen des Warschauer Pakts in der Nacht zuvor bedeutete das Ende der Hoffnung auf einen »Sozialismus mit menschlichem Antlitz«. (Foto: pa)
Am 21. August 1968 beendete der Verbund der sozialistischen Staaten brutal den Versuch der Tschechoslowakei, einen anderen, demokratischen Sozialismus zu gestalten. Das wirkte sich auf ganz Europa aus. Auch wenn es zu keiner großen militärischen Auseinandersetzung kam, so wurden die Menschen in Ost und West doch durch das Jahr 1968, vor allem aber von den »68ern« überhaupt, nachhaltig geprägt.
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Axel Noack, geboren 1949 in Biesnitz bei Görlitz, ist evangelischer Theologe und langjähriger Magdeburger Bischof, seit 2010 Honorarprofessor für jüngere Geschichte an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wegen Verweigerung des Wehrdienstes wurde er nicht zum Mathematikstudium zugelassen, studierte an der Kirchlichen Hochschule Naumburg Theologie. Er war Studenten- und Jugendpfarrer und ging Mitte der 1980er-Jahre mit seiner Frau Gisela als Gemeindepfarrer nach Wolfen. Mit seinem vielfältigen Engagement in Kirche und Gesellschaft hat er zur Friedlichen Revolution 1989 beigetragen.
Der Prager Frühling ist der dritte Beitrag in der Reihe »1968«. Weitere Folgen befassen sich mit den Kirchen und den Kindern und Enkeln.
Der Prager Frühling ist der dritte Beitrag in der Reihe »1968«. Weitere Folgen befassen sich mit den Kirchen und den Kindern und Enkeln.

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