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Kohleausstieg
Schöne neue Welt

Das Kohlezeitalter liegt in seinen letzten Zügen. Die Tagebaue im Lausitzer Braunkohlerevier haben Dutzende Dörfer und Hunderte Quadratkilometer Landschaft verschlungen. Bekommt die Natur hier eine neue Chance? Eine Reportage.
von Markus Wanzeck vom 31.05.2022
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Graubraune Schluchtenlandschaft: Braunkohletagebau Welzow-Süd (Foto: PA/DPA/ZB/Patrick Pleul)
Graubraune Schluchtenlandschaft: Braunkohletagebau Welzow-Süd (Foto: PA/DPA/ZB/Patrick Pleul)

Sei wie die Stechpalme! »Die Stechpalme hat sich immer an die sich verändernden Verhältnisse anpassen können«, sagt Philipp Nellessen an einem strahlend sonnigen Brandenburger Morgen, ehe er zur Schaufel greift. Er ist Vorstandsmitglied der Leag, des zweitgrößten deutschen Stromerzeugers nach der RWE. 2019 hatte die Leag einen Marktanteil von 16,2 Prozent, mehr als Vattenfall und Eon zusammen. Allerdings: Der Leag-Strom stammt fast vollständig aus Braunkohle. Abgebaut in den vier Lausitzer Tagebauen Jänschwalde, Welzow-Süd, Nochten und Reichwalde, verfeuert in den Kraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg. Ein Geschäftsmodell, das bald keine Grundlage mehr hat. Zieldatum der Ampelkoalition für das Ende des deutschen Kohlestroms: 2030. Daran haben auch Putins Krieg in der Ukraine und das russische Drehen am Gashahn grundsätzlich nichts geändert. »Die Notwendigkeit, aus der Kohle schnell auszusteigen, bleibt«, hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in der taz noch einmal erklärt, »um die Klimaziele zu halten.«

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