Whistleblower: Wenn Mut gefährlich wird
Eigentlich sollte dieser Artikel anders beginnen. Ursprünglich stand hier die Geschichte von Florian Müller. Müller, der seinen echten Namen nicht in der Zeitung lesen will, ist ein Whistleblower. Einer, der mitbekommen hat, dass es in seiner Firma nicht mit rechten Dingen zugeht, dass Gelder veruntreut werden und andere krumme Dinge laufen. Er wollte nicht schweigen, sondern entschloss sich, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Nicht etwa, weil ihm das Vorteile bringen würde, sondern weil er es empörend fand, dass in einem Land wie Deutschland solche Korruption herrscht, dass Steuergelder veruntreut, Unterschriften gefälscht, fiktive Veranstaltungen zu Papier gebracht werden. Über einen Zeitraum von acht Monaten hinweg hatte Publik-Forum zu ihm Kontakt. Doch dann, wenige Tage vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe, hat Müller Angst gekriegt – und einen Rückzieher gemacht. Nicht in dem Sinne, dass er nun schweigt. Nach wie vor will er die Missstände beheben, aber sein Anwalt hat ihm geraten, nicht an die Presse zu gehen. Noch nicht.
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