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Die Linke in der Krise
Wo bitte geht’s nach links?

Bei den Landtagswahlen in NRW droht der Linken die nächste Pleite. Sie tut sich auch deswegen schwer, weil immer unklarer wird, was eigentlich links ist. Ein Essay.
von Constantin Wißmann vom 14.05.2022
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 Karl-Marx-Figur des Künstlers Ottmar Hörl:Gefälle zwischen linkem Anspruch und Wirklichkeit. (Foto: pa / Peter Steffen)
Karl-Marx-Figur des Künstlers Ottmar Hörl:Gefälle zwischen linkem Anspruch und Wirklichkeit. (Foto: pa / Peter Steffen)

Früher war vielleicht nicht alles besser, aber zumindest einfacher. Gefühlt jedenfalls. Kapitalisten zum Beispiel konnte man daran erkennen, dass sie teure Anzüge trugen, große Autos fuhren, dicke Zigarren rauchten, in Ledersesseln saßen und sich überlegten, wie sie noch mehr Gewinn anhäufen könnten. Dafür nahmen sie Armut und Umweltzerstörung in Kauf, ließen sich mit Diktatoren und Folterern ein, machten Geschäfte mit Waffen und Giftstoffen und produzierten unter unmenschlichen Bedingungen in armen Ländern Billigwaren, die sie in reichen Ländern für viel Geld verkauften. Das ist eine Karikatur, wie sie allenfalls noch in einigen obskuren kommunistischen Postillen erscheinen mag. Aber etwas Wahres war da immer dran.

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Schlagwörter: Kapitalismus Linke
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