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Leserbrief
Abgebranntes Autoland

vom 25.08.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Mir fehlen in dem Artikel nicht unwichtige Punkte, die die Überheblichkeit der Autoindustrie, ihrer Manager, aber auch ihrer Mitarbeitenden verstärkten. Da ist zum einen der erfolgreiche Lobbyismus beziehungsweise die langfristige Subventionierung der Autoindustrie, etwa durch Kaufprämien: Diese Prämien wurden ja an Autokäufer bezahlt, stärkten aber immer die Autoindustrie, da der Gegenwert der Prämie vorher meist auf den Kaufpreis aufgeschlagen wurde. Nicht erwähnt wurde auch das Managementversagen rund um die betrügerischen Handlungen (Abgasskandal). Am Rand erwähnt wurde die Rolle der Gewerkschaften. Doch diese Rolle erinnert an Besitzstandswahrung. Eine IG Metall erreichte in den Großbetrieben, weniger in der Zulieferindustrie, sehr gute Gehaltsniveaus, von denen mancher Akademiker nur träumen konnte und kann. Bestes Beispiel für die Abgehobenheit von Gewerkschaftsfunktionären ist die jüngste Verhinderung des Sparprogramms des VW-Vorstands im VW-Aufsichtsrat, in dem die Vertreter der Gewerkschaft zusammen mit dem Großaktionär Land Niedersachsen die Mehrheit hat. VW ist als halbstaatliches Unternehmen auch deshalb in einer großen Krise. Man möchte sagen: Autoland ist fast abgebrannt, doch manche wollen das immer noch nicht so recht begreifen! Michael Bauer, Mainz

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