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Bibelauslegung
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Sie behalten Geld für sich. Warum müssen Hananias und Saphira deswegen sterben? Eine Bibelstelle, die auch Neutestamentler Christian Schramm bis heute irritiert.
vom 08.03.2026
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»Und es entstand große Furcht«: Der Tod des Hananias, Illustration aus dem 19. Jahrhundert (Foto: pa/Bildagentur online)
»Und es entstand große Furcht«: Der Tod des Hananias, Illustration aus dem 19. Jahrhundert (Foto: pa/Bildagentur online)

Manche Bibelstellen irritieren mich – egal, ob sie exegetisch plausibel erklärt werden können oder nicht. Dazu zählt die Erzählung von Hananias und Saphira in Apostelgeschichte 5,1-11, die auch die Leserin Irmgard Huissel beschäftigt. Die Story: Nach einem Grundstücksverkauf legt ein Ehepaar den Aposteln nur einen Teil des Erlöses zu Füßen. Damit konfrontiert, fällt der Mann tot um – in Abwesenheit seiner Frau. Diese wird anschließend gefragt, ob der Verkaufserlös exakt soundso viel ist. Ihr »Ja« besiegelt ihr Schicksal: Auf der Stelle haucht sie ebenfalls das Leben aus. Harter Stoff – eine »frohe Botschaft« drängt sich nicht direkt auf. Vielmehr liegt Angst in der Luft: »und es entstand große Furcht« (Apg 5,5.11). Und das scheint durchaus gewollt zu sein.

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