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Zum Tod von Papst Franziskus
An die Ränder!

Er nannte sich nach dem Heiligen der Armen, lebte bescheiden und wurde zum Gegenüber einer gnadenlosen Globalisierung. Und doch blieb er ein Unvollendeter. Eine Erinnerung an Papst Franziskus.
von Matthias Drobinski vom 30.12.2025
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Leutselig: Papst Franziskus hatte oft gute Laune, hier bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. (Foto: pa/Pressefoto Ulmer)
Leutselig: Papst Franziskus hatte oft gute Laune, hier bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. (Foto: pa/Pressefoto Ulmer)

Ein letztes Mal noch hat er Stadt und Erdkreis gesegnet, mit letzter Kraft, im Rollstuhl hatten sie ihn auf die Loggia des Petersdoms geschoben, von wo aus Papst Franziskus mit brüchiger, kaum vernehmbarer Stimme den traditionellen Ostersegen sprach. Sein Körper war am Ende, geschwächt von der gerade überstandenen beidseitigen Lungenentzündung, schonen wollte er sich um keinen Preis, auch nicht um den Preis des schnellen Todes. Papst Franziskus litt nicht in theatralischer Dramatik wie Johannes Paul II., er wurde nicht immer weniger wie Benedikt XVI. Jorge Mario Bergoglio reagierte geradezu unwirsch auf diesen Körper, der ihm da Grenzen setzte: Kannst du nicht Ruhe geben? Es gibt doch so viel zu tun! Noch einmal bat Franziskus in seiner letzten Ansprache um Frieden in der Welt, beschwor die Mächtigen, das Töten zu beenden und das Wettrüsten, Erzbischof Diego Giovanni Ravelli musste die Ansprache vorlesen, dem Papst fehlte die Kraft. Doch was heißt hier Sterben, wenn es gilt, die Menschheit aufzurütteln?

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