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Katholische Kirche
Anerkennung, die krank macht

Missbrauchsbetroffene fordern den Stopp des bisherigen Entschädigungs-Verfahrens der Bischofskonferenz. Es mache viele Antragsteller krank. Und das ist nur ein Grund für ihre Forderung.
von Matthias Drobinski vom 19.09.2021
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Locker lassen gilt nicht: Betroffene sexualisierter Gewalt demonstrieren im März 2020 in Mainz (Foto: pa/Geisler-Fotopress)
Locker lassen gilt nicht: Betroffene sexualisierter Gewalt demonstrieren im März 2020 in Mainz (Foto: pa/Geisler-Fotopress)

Wie es ihm gehe? Geht so, sagt Jens Windel. Das katholische Bistum Hildesheim hat gerade einen Bericht zum Handeln der Kirchenleitung bei Fällen von sexualisierter Gewalt vorgelegt. Die Geschichten darin kennt Jens Windel deprimierend gut, er engagiert sich in der Betroffeneninitiative Hildesheim und im Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz (DBK). Auch ihm tat ein Priester Gewalt an, da war der heute 47-Jährige neun Jahre alt. »Gerade ist das wieder sehr nah«, sagt er. Aber »anderen geht es schlechter, und ausgerechnet das Verfahren zur Anerkennung erlittenen Leides macht sie krank.«

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