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Das große Trotzdem

Was Konzertveranstalter nicht schaffen, will der Kirchentag möglich machen: 30.000 Christen sollen nächstes Jahr nach Frankfurt kommen. Wie soll das gehen?
von Johanna Jäger-Sommer vom 22.10.2020
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 Selbstbewusste Veranstalter im ökumenischen Geist: Julia Helmke (links), Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages, Georg Bätzing, Bischof von Limburg, Volker Jung, Kirchenpräsident (EKHN), Thomas Sternberg, Stefan Vesper vom Zdk, Bettina Limperg, ev. Präsidentin des ÖKT. (Foto: epd/Rohnke)
Selbstbewusste Veranstalter im ökumenischen Geist: Julia Helmke (links), Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages, Georg Bätzing, Bischof von Limburg, Volker Jung, Kirchenpräsident (EKHN), Thomas Sternberg, Stefan Vesper vom Zdk, Bettina Limperg, ev. Präsidentin des ÖKT. (Foto: epd/Rohnke)

Die Corona-Infektionszahlen steigen steil an. Großveranstaltungen wie Buchmesse, Oktoberfest oder Karneval wurden oder werden abgesagt. Da scheint eine Nachricht völlig aus der Zeit zu fallen: »Vom 12. bis 16. Mai 2021 findet in Frankfurt am Main der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) statt. Bis zu 30 000 Besucher werden in der Stadt erwartet.« Das klingt – Stand heute – kühn, wenn nicht gar unverantwortlich. »Diese 30 000 Besucher kommen nicht an einem Ort zusammen. Sie verteilen sich auf die Messe, auf Hallen, große Kirchen und Plätze«, gibt Mario Zeißig, Pressesprecher des ÖKT zu bedenken. »Die Gläubigen werden nur so zusammenkommen, wie wir es für verantwortungsvoll halten: mit Abstand, mit Mundschutz, wo geboten, und mit Besucher-Lenkung, sodass es keine Staus und Schlangen gibt.« Die Zauberformel lautet: Dezentral und hybrid. Viele tausend Teilnehmende werden digital zugeschaltet, »… und zwar nicht in digitaler Einsamkeit«, wie die evangelische ÖKT-Präsidentin Bettina Limperg, in einem Interview sagte, »sondern vielleicht aus einem Gemeinderaum in München, einem Krankenhaus oder einem Altenpflegeheim.«

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