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Das »Ostloch« soll weichen

In Berlin tobt ein erbitterter Streit um den Umbau der Hedwigskathedrale. Das Bistum möchte den Innenraum des Gotteshauses neu gestalten. Dagegen laufen vor allem Katholiken aus dem Ostteil der Stadt Sturm.
von Ulrike Scheffer vom 09.08.2020
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Festgottesdienst in der Kathedrale: Die alte Architektur des Innenraums sorgte dafür, dass sich die Blicke auf den Abstieg zur Krypta richteten (Foto: kna / Klaus-Dietmar Gabbert)
Festgottesdienst in der Kathedrale: Die alte Architektur des Innenraums sorgte dafür, dass sich die Blicke auf den Abstieg zur Krypta richteten (Foto: kna / Klaus-Dietmar Gabbert)

Als Hans Joachim Meyer den Gerichtssaal verlässt, wirkt er tief betrübt. Der frühere Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, inzwischen 83 Jahre alt, kämpft heute gegen die Kirche, jedenfalls gegen das Erzbistum Berlin. Das schickt sich an, die Hedwigskathedrale auf dem Berliner Bebelplatz im Innern neu zu gestalten. Aus Sicht Meyers und des Vereins der Freunde der Hedwigskathedrale, deren Vorsitzender er ist, würde dadurch ein einzigartiges Baudenkmal zerstört. Der Verein und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützten daher eine Urheberrechtsklage gegen das Bistum von Nachfahren der nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau der Kirche beteiligten Architekten und Künstler. Das Berliner Landgericht wies die Klage im Juli ab. »Das Thema ist für uns damit nicht beendet«, kommentierte Meyer das Urteil. Doch der Umbau von St. Hedwig wird sich kaum verhindern lassen.

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Schlagwort: Wolfgang Thierse
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