Zur mobilen Webseite zurückkehren

Der neue Sound des Weltchristentums

In Afrika, Lateinamerika und in den USA sind charismatische Bewegungen und Pfingstkirchen auf dem Vormarsch. Sie fordern die etablierten Kirchen und die Christen in Europa heraus
von Annegreth Schilling vom 24.04.2015
Artikel vorlesen lassen
Der Prediger auf der Bühne, verzückte Gläubige im Saal: Evangelikale Gottesdienste wie hier in Houston, wo sich wöchentlich 20.000 Menschen um Pastor Joel Osteen versammeln, erinnern in ihrer Form an Popkonzerte. (Foto: www.taylormarshall.com)
Der Prediger auf der Bühne, verzückte Gläubige im Saal: Evangelikale Gottesdienste wie hier in Houston, wo sich wöchentlich 20.000 Menschen um Pastor Joel Osteen versammeln, erinnern in ihrer Form an Popkonzerte. (Foto: www.taylormarshall.com)

Als ich im Jahr 2000 zum ersten Mal eine Mega-Kirche in Asunción/Paraguay betrat, schnürte sich mir meine protestantische Kehle zu, die eigentlich gern und laut singt. Ich konnte kaum mitfeiern, geschweige denn die innere Konzentration und Ruhe finden, um zu beten. Aus dem lutherischen Sachsen stammend, wusste ich wohl, was Gottesdienst bedeutet. Aber im Herzen Südamerikas bekam ich vor Augen geführt, in welcher spirituellen Provinz ich aufgewachsen war: Während ich in Dresden alte, um die Jahrhundertwende erbaute Kirchengebäude, Paul-Gerhardt-Lieder, Frauenordination sowie ökumenische Gottesdienste mit der katholischen Nachbargemeinde für die christliche Normalität hielt, wurde ich hier eines Besseren belehrt. Anstelle einer Jugendstil-Kirche fand ich ein riesiges theatergleiches Auditorium vor, anstelle einer kräftigen Orgel eine Hightech-Band mit vielen Musikern und Sängern, anstelle einer Pastorin im Talar einen Geschäftsmann im Anzug.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0