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Ein David, der den Goliath spielt

Benedikt XVI. besucht Deutschland. Für die einen ist das eine Freude, für die anderen eine Provokation. Der Papst steht vor der Vertrauensfrage - nicht nur in der Publik-Forum-Umfrage
von Heribert Prantl vom 08.09.2011
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»Ach, du fängst die Welt nicht mehr!« meinte vor 160 Jahren der Gelehrte Jacob Burckhardt, als er Gregor XVI. sah: Heute macht Benedikt XVI. durchaus keinen greisen Eindruck. Aber ob er die Welt noch fängt? (Foto: kna)
»Ach, du fängst die Welt nicht mehr!« meinte vor 160 Jahren der Gelehrte Jacob Burckhardt, als er Gregor XVI. sah: Heute macht Benedikt XVI. durchaus keinen greisen Eindruck. Aber ob er die Welt noch fängt? (Foto: kna)

Der letzte Besuch des Papstes, vor fünf Jahren in Bayern, war ein prächtiger Besuch. Aber selbst dieser prächtige Heimatbesuch blieb ein religiöses In-sich-Geschäft. Er strahlte nicht über die Massenversammlungen hinaus, er hatte nicht die werbende Verve einer Volksmission, keine charismatisch-pastorale Kraft. Benedikts Theologie füllt die herrliche Kathedrale der Wissenschaft, sie verlässt sie nicht, sie sprengt die Türen nicht auf. Sie beeindruckt ungläubige Philosophen wie Jürgen Habermas und verzückt wehmütig nostalgische Schriftsteller wie Martin Mosebach. Aber die Kirche des Papstes Benedikt lebt nicht, hat das Vertrauen der Menschen verloren. Sie ist ein alttheologisches Exzellenzcluster.

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Schlagwort: Vertrauen
Publik-Forum
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