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Katholisches Seraphisches Liebeswerk
Ein dunkles Kapitel harrt der Aufarbeitung

Das katholische Seraphische Liebeswerk spielte eine zentrale Rolle bei der Diskriminierung der Jenischen und Sinti in der Schweiz. Bis in die 1970er-Jahre wirkte es daran mit, Kinder ihren Familien zu entreißen.
von Wolf Südbeck-Baur vom 06.11.2025
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Historische Tat: Jenische Mütter bei der Besetzung des Luzerner Lidos 1985. Mit dieser Aktion erreichten Jenische erstmals nationale Aufmerksamkeit. Genug Standplätze fehlen noch immer. (Foto: Gertrud Vogler / Bildarchiv Radgenossenschaft)
Historische Tat: Jenische Mütter bei der Besetzung des Luzerner Lidos 1985. Mit dieser Aktion erreichten Jenische erstmals nationale Aufmerksamkeit. Genug Standplätze fehlen noch immer. (Foto: Gertrud Vogler / Bildarchiv Radgenossenschaft)

Die Eidgenossenschaft hat erst im Februar dieses Jahres die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen an den Jenischen, anerkannt. Zwar empfinden viele Jenische – in der Schweiz leben etwa 30 000, davon rund 3000 nichtsesshaft – eine gewisse Genugtuung über diese juristische Anerkennung. In einer Stellungnahme Anfang Oktober stellt die Radgenossenschaft der Landstraße, der Dachverband der Jenischen, dennoch ernüchtert fest: »Seit 50 Jahren diskutieren wir mit Behörden und Öffentlichkeit über die Kindswegnahmen und Familienzerreißungen sowie über sogenannte Wiedergutmachungen.« Die Erklärung stuft dieses Verbrechen als »kulturellen Völkermord« ein.

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Schlagwörter: Minderheiten Schweiz
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