Erlöse mich aus meiner Angst!
Die Nachricht kommt überraschend, recht früh am Morgen und per Telefon. »Am Wochenende komme ich euch nicht wie geplant besuchen«, sagt mein Sohn, 24. »Ich bin auf dem Weg nach Hause. Heute ist Tag eins meiner Quarantäne.« Erst mal verstehe ich gar nichts. Quarantäne? Wieso? Dann ein Riesenschreck. Corona! Ich erfahre: Einer seiner Kollegen ist positiv getestet. Einer, mit dem er eng zusammenarbeitet. Die Chefin hat die ganze Abteilung an diesem Morgen direkt nach Dienstbeginn nach Hause geschickt, kaum, dass sie über die Infektion informiert worden war. Mein Sohn sitzt in der S-Bahn, mit dem Handy am Ohr, und fragt mich: »Was meinst du, soll ich mich gleich mal selbst testen lassen?« Ich bezweifele, ob das so einfach möglich ist und telefoniere ein wenig herum. Tatsächlich erhalte ich die Antwort: Getestet werden nur Personen mit Symptomen. Mein Sohn hat keine. Noch nicht.
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Die Corona-Krise
