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Freude in Corona-Zeiten

von Waltraud Koneczny
vom 15.12.2020
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Es gibt in diesen miesen Tagen
Viel Jammern, Schimpfen, Ärgern, Klagen.

Doch wartet ja an jeder Ecke
Verborgen tief in sein’m Verstecke
Ein Fünklein Freude, still und klein,
Das möcht‘ so gern gefunden sein.

Das goldne Blatt im Sonnenglanz,
Ein Mücklein flügelt seinen Tanz,
Im Hof ein buntes Rudel Spatzen,
Die sich am Körnersegen atzen,
Ein Blaublümlein am Wegesrand,
Das Hitz‘ und Kälte überstand.
Das Entlein gründelt tief im Weiher,
Der stolze, schlanke, weiße Reiher.
Am Wiesenrain im Sonnenschein
Ein kleiner bunter Glitzerstein
Möcht gern von uns bewundert werden.

Gibt so viel Schönes hier auf Erden.

Auch die Musik kann stets von Neuem
Mein Herz und Seel‘ und Sinn erfreuen,
Virenfrei mich sanft umwehen
Von Haaresspitz‘ bis zu den Zehen,
Vertreibt sie mir das Einsamsein.
Nimmermehr bin ich allein.

Es wäre noch in diesen Tagen
Zum Thema „Freude“ was zu sagen:
Das „Rückwärtsfreuen“ sei empfohlen!
Erinnerungen heimzuholen,
Was schön und gut und lustig war
Im fiesen, miesen Coro-Jahr.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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