Theologie
Gott in der Krise
Ruinen können faszinieren. Das weiß, wer einmal den Rhein entlanggefahren ist. Man kann ihre Ästhetik bewundern, sich durch Führungen in den Geist jener Epoche einfühlen oder sie als malerische Kulisse für ein Fest nutzen. Eines aber kann man nicht: sich in ihnen einrichten oder gar in ihnen wohnen. Ist das Christentum in unseren Breitengraden zu einer solchen Ruine geworden? Taugt es noch als geistige Wohnstatt in der pandemiegeschüttelten Gegenwart? Oder fehlt das Plausibilitätsgerüst, an dem sich Glaube festmachen kann, wenn er mehr sein will als pure Behauptung und fromme Meinung?
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