homo digitalis
Corona
hat ihn ins Leben gerufen:
den homo digitalis 2020/21
Ohne Blick und ohne Gruß
im geschäftigen Gebaren
bahnt er sich seinen Weg zu Fuß,
denn »online«
geht er sozusagen.
Von seinen Botschaften gelenkt,
mal gesenkt, mal aufgerichtet,
marionettenhaft –
wenn man´s bedenkt -
hält er seinen Kopf gerichtet.
Dabei gilt er als gut vernetzt,
gescheit und kompetent,
twittert unbesehen
gern entsetzt,
maßgeblich man ihn kennt!
Allein
im Netz wie eine Spinne,
sich outend in geschützten Blasen,
hört er das Echo nur der eignen Stimme,
umgarnt von smileys
und genehmen Phrasen.
Ein Treffen,
das jedoch den Austausch scheut:
die Begegnung vis-a-vis
leicht Zwietracht und Verwirrung streut,
glückt selten
oder nie.
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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«
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Die Liebe in Zeiten von Corona