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Katholische Kirche
»Ich schufte gerne«

Irme Stetter-Karp führt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Die streitbare Frau steht für Veränderung – und tritt an in einer Zeit tiefen Umbruchs.
von Matthias Drobinski vom 19.11.2021
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Geradlinig, strukturiert, uneitel: Irme Stetter-Karp (Foto: KNA)
Geradlinig, strukturiert, uneitel: Irme Stetter-Karp (Foto: KNA)

Als das Ergebnis da ist, braucht sie, die gestandene Frau mit dem selbstbewussten grauen Kurzhaarschnitt, das Taschentuch; Irme Stetter-Karp wischt sich die Tränen aus den Augen. 149 Stimmen für sie, 41 für ihren Mitbewerber Ulrich Hemel – das ist ein klares Votum: Die 65-jährige Stuttgarterin ist die neue Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Nachfolgerin des scheidenden Präsidenten Thomas Sternberg, die zweite Frau an der Spitze der katholischen Laienvertretung. Und die erste, die nicht in der CDU oder CSU sozialisiert ist – beziehungsweise, geht man vor das Jahr 1968 zurück, dem katholischen Hochadel entstammt. Eine große Überraschung war das nicht. Schon vor der ZdK-Vollversammlung in Berlin an diesem Wochenende hatten sich die Frauen- und Jugendverbände offen für Irme Stetter-Karp ausgesprochen. Sie sei überwältigt, sagt sie dennoch, »und ich werde mich zu 100 Prozent engagieren!« Auch, wenn dem ZdK keine ganz einfache Zeit bevorstehe.

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