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Islam
Im Schatten der Türme

Zwanzig Jahre nach den Anschlägen braucht es eine selbstbewusste deutsch-muslimische Identität- Aber bis heute scheuen muslimische Organisationen diese kritische Auseinandersetzung.
von Eren Güvercin vom 09.09.2021
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Als am 11. September 2001 das erste Flugzeug in das World Trade Center einschlug, arbeitete ich neben meinem Jurastudium als Werkstudent in einem amerikanischen Chemiekonzern in Leverkusen. Wir waren schockiert, klar, aber keiner von uns dachte in diesem Moment an einen Anschlag. Erst dann wurde die Dimension dieses Angriffs klar. Und dann fingen die Fragen an. Ich war der einzige Muslim in der Abteilung; die Gespräche mit den Kollegen in den Tagen und Wochen nach dem Attentat waren sehr intensiv. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie mich oder meinen Glauben verantwortlich für diese Anschläge machten, aber sie hatten unter dem Eindruck dieser apokalyptischen Bilder Ängste, die ich nachvollziehbar fand. Wie kann man im Namen einer Religion Tausende unschuldige Menschen umbringen? Eine schmerzhafte Frage, die aber auch die Gelegenheit bot, mit meinen Kollegen und Freunden ins Gespräch zu kommen. So schlimm dieses Ereignis war – wir begannen, die jeweils andere Seite besser zu verstehen und Vorurteile abzubauen.

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Schlagwörter: Islam Islamismus Vorurteile
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