Friedens-Denkschrift
Leben mit zwei Seelen in einer Brust
»Ich finde, wir sollten bei einem Nein ohne jedes Ja bleiben.« Mit diesen Worten wich der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, vom Redemanuskript ab. Spontaner Applaus im Auditorium der Synode der EKD in Dresden, vor der Kramer die neue Friedensdenkschrift des Rates der EKD vorstellte. Er spielte damit auf den Satz an, der in den achtziger Jahren auf den lila Schals der kirchlichen Friedensbewegung stand: »Für ein Nein ohne jedes Ja zu Massenvernichtungswaffen.« Sein Statement war bemerkenswert, weil sich die EKD mit ihrer neuen Friedensdenkschrift von dieser Haltung zu Atomwaffen, von diesem »Atomwaffenpazifismus«, wie Kramer es später nannte, verabschiedet.
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