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Friedens-Denkschrift
Leben mit zwei Seelen in einer Brust

Die Evangelische Kirche in Deutschland äußert sich zu Krieg und Frieden. Die offizielle Position rechtfertigt die Aufrüstung. Den Pazifisten in der Kirche bleibt nur der Protest.
von Christoph Fleischmann vom 18.11.2025
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 Lächeln um des Friedens willen: (v.l.nr.) Friedrich Kramer, der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Akademiedirektorin Friederike Krippner, Co-Vorsitzende des Redaktionsteams der Denkschrift, Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs und Theologieprofessor Rainer Anselm, der das Redaktionsteam leitete (Foto: epd-bild/Paul-Philipp Braun)
Lächeln um des Friedens willen: (v.l.nr.) Friedrich Kramer, der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Akademiedirektorin Friederike Krippner, Co-Vorsitzende des Redaktionsteams der Denkschrift, Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs und Theologieprofessor Rainer Anselm, der das Redaktionsteam leitete (Foto: epd-bild/Paul-Philipp Braun)

»Ich finde, wir sollten bei einem Nein ohne jedes Ja bleiben.« Mit diesen Worten wich der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, vom Redemanuskript ab. Spontaner Applaus im Auditorium der Synode der EKD in Dresden, vor der Kramer die neue Friedensdenkschrift des Rates der EKD vorstellte. Er spielte damit auf den Satz an, der in den achtziger Jahren auf den lila Schals der kirchlichen Friedensbewegung stand: »Für ein Nein ohne jedes Ja zu Massenvernichtungswaffen.« Sein Statement war bemerkenswert, weil sich die EKD mit ihrer neuen Friedensdenkschrift von dieser Haltung zu Atomwaffen, von diesem »Atomwaffenpazifismus«, wie Kramer es später nannte, verabschiedet.

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