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Sexualisierte Gewalt
Lektionen nicht gelernt

Der Rücktritt der Ratsvorsitzenden der EKD, Annette Kurschus, offenbart viele offene Baustellen bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in den evangelischen Landeskirchen.
von Christoph Fleischmann vom 29.11.2023
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Mit Gott und sich im Reinen: Annette Kurschus bei ihrer Rücktrittserklärung, (Foto: PA/DPA/Christoph Reichwein)
Mit Gott und sich im Reinen: Annette Kurschus bei ihrer Rücktrittserklärung, (Foto: PA/DPA/Christoph Reichwein)

Um Schaden von ihrer Kirche abzuwenden, trete sie von ihren beiden Ämtern zurück, dem der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). So formulierte es Annette Kurschus in ihrem emotionalen Statement am 20. November. Dieser schlichte Satz ist in demokratischen Institutionen eine Selbstverständlichkeit: Wenn eine Amtsträgerin oder ein Amtsträger in die Kritik geraten, die Vorwürfe nicht ausräumen können und damit der Institution schaden, müssen sie zurücktreten. In der katholischen Kirche gilt dieser Satz offensichtlich nicht: Amtsträger, denen man weit mehr Fehlverhalten nachgewiesen hat als Annette Kurschus, bleiben einfach im Amt und lassen die Glaubwürdigkeit ihrer Kirche ins Bodenlose abstürzen.

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