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Nahtoderfahrung
Licht am Horizont

Menschen, die dem Tod nahe sind, machen oft sehr schöne Erfahrungen. Was bedeuten diese Erlebnisse an der Schwelle des Todes für unser Weltbild und was für die Menschen, die sie erleben?
von Christoph Fleischmann vom 20.11.2021
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Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«(Foto. istockphoto/ml1413)
Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«(Foto. istockphoto/ml1413)

Plötzlich bemerke ich, dass ich von oben auf eine Frau hinabschaue, die auf dem Bett liegt, ihre Beine ruhen auf Stützen. Ich sehe die Panik der Pflegekräfte und Ärzte, ich sehe eine Menge Blut auf dem Bett und auf dem Boden.« So beschreibt eine Frau die dramatische Geburt ihrer zweiten Tochter. Der starke Blutverlust löste aber nicht nur die Wahrnehmung aus, von außen auf sich draufzuschauen: »Schnell wie ein Pfeil schieße ich durch einen dunklen Tunnel. Ein intensives friedliches und seliges Gefühl durchströmt mich. Ich fühle mich von Grund auf zufrieden, glücklich, ruhig und friedvoll. Ich höre herrliche Musik. Ich sehe schöne Farben und eine große Wiese mit herrlichen Blumen, in allen nur denkbaren Schattierungen. In der Ferne leuchtet ein schönes, helles, warmes Licht. Dort muss ich hin. Ich sehe eine Gestalt in einem lichten Gewand. Sie wartet auf mich und streckt mir ihre Hand entgegen.« Einer von vielen Berichten über ein sogenanntes Nahtoderlebnis, die in dem Bestseller »Endloses Bewusstsein« des niederländischen Arztes Pim van Lommel gesammelt sind. Die Frau konnte wieder mit ausreichend Blut versorgt und gerettet werden, sie trug fortan die Erfahrung einer wunderschönen Welt in sich.

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