Mission Weltrettung
Angesichts des Klimawandels stehen alle Länder vor extremen Herausforderungen. Die Politik allein ist jedoch überfordert, wenn nicht maßgebliche gesellschaftliche Gruppen mittun. Können die Religionen einen Beitrag dazu leisten - oder sind sie sogar hinderlich?
Saudi-Arabien zum Beispiel behauptet von sich, ein besonders frommes islamisches Land zu sein. Zugleich verdankt das Land seinen Reichtum dem Export von Öl und Gas. Wofür wird er eingesetzt, jenseits einer aggressiven wahhabitischen Islam-Mission? Im christlichen Kulturkreis sind ähnliche kritische Fragen zu stellen. Weite Teile der frommen christlichen Bevölkerung in den Südstaaten der USA bestreiten jeden Klimawandel. Und in Asien stehen die Zeichen eher auf Wachstum als auf religiöse Rückbesinnung.
Als die Religionen entstanden, war Naturschutz kein Thema
Alle großen Weltreligionen sind in Zeiten entstanden, in denen es den Menschen nicht um Umweltschutz, sondern um einen Kampf gegen die als bedrohlich erlebte Natur ging. Deshalb erstaunt es nicht, dass sich in den Quelltexten der Religionen (Hebräische Bibel, Neues Testament, Koran, Bhagawadgita ...) keine Aussagen zum Umweltschutz finden. Zu beachten ist auch, dass Religionen nie in Reinform vorhanden sind: Die »Theorie« ist oft etwas anderes als die »Praxis« der Volksreligiosität.
Doch wer daher die Religionen in Umweltschutzfragen prinzipiell für unbedeutend hält, verkennt, dass sie in ihren Gesellschaften eine prägende Kraft haben. Daher stellt sich mit Blick auf die sechs größten Religionen die Frage: Welche Ressourcen in Botschaft und Lehre können für die drängenden Fragen des Umweltschutzes genutzt werden?
Die Titelgeschichte im neuen Publik-Forum geht diesen Fragen im Judentum, Buddhismus und im Islam, im Christentum, Hinduismus und den Religionen Chinas nach. Mit einem Digital-Abonnenment können Sie den Text hier in voller Länge lesen.
Welche praktischen Beispiele gibt es für das Engagement der Religionen? Lesen Sie dazu mehr in »Öko-Projekte der Religionen«
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