Zur mobilen Webseite zurückkehren

Sport und Sinn
Mythos Marathon

Beim Laufen entfaltet sich das Drama des Lebens. Aus dem Tagebuch des theologischen Marathonläufers Hans-Joachim Höhn.
von Hans-Joachim Höhn vom 25.07.2024
Artikel vorlesen lassen
Glücklich im Ziel: John Kemp aus Essex in England, 57 Jahre alt, erreicht beim New York-Marathon 2023 den 2902. Platz (Foto: pa/reuters/Mike Segar)
Glücklich im Ziel: John Kemp aus Essex in England, 57 Jahre alt, erreicht beim New York-Marathon 2023 den 2902. Platz (Foto: pa/reuters/Mike Segar)

Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.« – Lakonisch kurz fiel die Antwort Emil Zatopeks aus. Dem Interviewer genügte sie. Seitdem gehört sie zum festen Zitatbestand von Reportern, die wissen wollen, warum jemand eine Leidenschaft am Langstreckenlauf entwickelt. Die Antwort stammt von jemanden, der es wissen muss. 1952 gewann Zatopek bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille über 5000 Meter, 10 000 Meter und im Marathonlauf. Ein solcher Dreifacherfolg hat ihn legendär gemacht. Auch wenn heute bei Höchstleistungen schnell ein Dopingverdacht im Raum steht, sportliche Rekorde sorgen nach wie vor für Bewunderung. Und für die Beschreibung von »Siegertypen« verwendet man gerne ein Vokabular, das an Heldensagen erinnert. Der Sport sorgt für Nachschub, wenn es Bedarf an Helden und Legenden gibt. Er liefert auch den Stoff, aus dem moderne Mythen gemacht werden.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0