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Theologie
Nirgends und doch überall …

In unserer Reihe »Gottesfragen« beantwortet der Theologe Joachim Negel die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal: Ist mystische Gottespräsenz in naturwissenschaftlich geprägten Lebenswelten denkbar?
von Joachim Negel vom 06.02.2022
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Ursache. Wirkung, Gott?Leibniz Satz von der Kausalität macht der Theologie zu schaffen (Foto:Herzog Anton Ulrich-Museum; Gemälde von Christoph Bernhard Francke)
Ursache. Wirkung, Gott?Leibniz Satz von der Kausalität macht der Theologie zu schaffen (Foto:Herzog Anton Ulrich-Museum; Gemälde von Christoph Bernhard Francke)

Warum eigentlich gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?« – diese Urfrage aller Philosophie und Religion ist unergründlich, aber kaum zu übergehen. Es war Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 -1716), der große Mathematiker und Philosoph, der diese Frage in die These umformte: »Nichts ist ohne zureichenden Grund« (nihil est sine ratione sufficiente). Dieser »Satz vom zureichenden Grund« ist seitdem das Prinzip nicht nur der Philosophie, sondern auch der Naturwissenschaften. Es lautet: »Keine Tatsache kann existieren und keine Aussage kann als wahr erwiesen werden, ohne dass ein zureichender Grund vorliegt, warum es so und nicht anders ist.« (Leibniz, Monadologie 31f.)

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