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Theologie
Von Gott reden, aber wie?

Vor 250 Jahren entstand die Pastoraltheologie auf Initiative von Kaiserin Maria Theresia. Sie wollte aufgeklärte und besser ausgebildete Priester. Heute stellt sich die Frage noch grundsätzlicher. Beobachtungen vom Jubiläumskongress in Berlin.
von Michael Schrom vom 29.09.2024
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Klassische Rollenverteilung: Der gute Hirte war Namensgeber der Pastoraltheologie. Doch die Metapher funktioniert nicht mehr. (Foto: istockphoto/sedmak)
Klassische Rollenverteilung: Der gute Hirte war Namensgeber der Pastoraltheologie. Doch die Metapher funktioniert nicht mehr. (Foto: istockphoto/sedmak)

Keiner mehr da. Zeigt das Gemälde von Ben Willikens mit dem bezeichnenden Titel »Abendmahl« aus dem Jahr 1976 den »toten Punkt« des europäischen Christentums? Religiös oder kunstgeschichtlich sozialisierte Betrachtende erkennen sofort die Ähnlichkeiten mit dem berühmten Vorbild von Leonardo da Vinci, etwa die Raumaufteilung oder das von hinten hereinströmende Licht. Was aber sieht, wer diese Brille nicht hat? Vermutlich nur einen imposanten, kalten Raum, den man lieber nicht betreten möchte. Wer versammelt sich hier und zu welchem Zweck? Wer oder was lauert hinter den stählernen Türen? Ist dieser Saal ohne Gastgeber, Gedeck und Speisen Teil einer kafkaesken Machtarchitektur und -inszenierung? Soll man sich wünschen, dass er bald abgerissen wird – oder im Gegenteil: Bilder aufhängen, auf dass er freundlicher, schöner und einladender werde?

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Schlagwörter: Jubiläum Theologie
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