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Kirchenasyl
Das Wunder von Dinklage

Ein Geflüchteter bittet im Kloster um Kirchenasyl. Es ist der Beginn einer unglaublichen Geschichte mit einem wagemutigen Ziel: Die zerstörte Heimat der Eziden wieder bewohnbar zu machen.
von Barbara Tambour vom 21.03.2026
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Vor dem Kloster:Hamo Shamos Bruder Fanar mit Schwester Makrina am Tor der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika in Dinklage. Dort klopfte Hamo im Jahr 2018 an und bat um Kirchenasyl (Foto: Anja Kückelmann)
Vor dem Kloster:Hamo Shamos Bruder Fanar mit Schwester Makrina am Tor der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika in Dinklage. Dort klopfte Hamo im Jahr 2018 an und bat um Kirchenasyl (Foto: Anja Kückelmann)

Hamo ist voller Hoffnung, als er an das Klostertor klopft. Dem 24-jährigen Eziden – so, und nicht »Jesiden« nennen sich die Angehörigen dieses Volkes selbst – droht die Abschiebung nach Rumänien. Er hat gehört, dass die christlichen Schwestern Menschen wie ihm helfen. In Deutschland leben schon Verwandte von ihm, hier will er bleiben. Eine Schwester im schwarzen Ordensgewand öffnet ihm. Sein Begleiter erklärt, dass Hamo den Völkermord des IS an den Eziden im Nordirak überlebt habe, dass er mit Frau und zwei kleinen Kindern in kurdischen Flüchtlingslagern gelebt habe und von dort nach Deutschland fliehen wollte. Doch seine Fingerabdrücke seien in Rumänien erfasst worden. Ob er Kirchenasyl bekommen könne? Hamo Shamo erinnert sich: »Die Schwester hat fast geweint, als sie sagte: ›Wir haben keinen Platz. Es tut mir so leid.‹« Sein Begleiter bestellt ein Taxi zurück zum Bahnhof.

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